Wort des Monats August 2015: Hals- und Beinbruch

Es gab viele Deutungen dieses eigenartigen Wunsches. Salcia Landmann führte in ihrem Buch Jiddisch. Abenteuer einer Sprache (1962)
zur richtigen Lösung : »Die meisten vermuten hier den alten Aberglauben, wonach man das Gute nur herbeibeschwören kann, indem man scheinbar das Böse herbeiwünscht. Tatsächlich ist es abermals das Rotwelsch, genauer: reines Hebräisch, heißt ursprünglich ›hazlóche un bróche‹ (hazlachá = Glück und b’rachá = Segen) und wird auch heute noch von Juden in dieser ursprünglichen Formel hebräisch wie jiddisch oft verwendet.« Deutsche Zuhörer bewahrten die missverstandene Glücksformel in verballhornter Form als »Hals- und Beinbruch«.

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22853

Vgl. Christoph Gutknecht :»Viel Glück und viel Segenl Wie die hebräische Redewendung ›Hazloche un Broche‹ über Umwege zu ›Hals- und Beinbruch‹ wurde«, in: Jüdische Allgemeine, 70. Jg., Nr. 30 v. 23.7.2015, S. 17.