Rezensionen

Nachfolgend werden einige Rezensionen zu meinem jüngst erschienenen Buch vorgestellt:

Christoph Gutknecht:

Von Treppenwitz bis Sauregurkenzeit. Die verrücktesten Wörter im Deutschen. München 2008: Verlag C.H. Beck.

„Bis in die Puppen schlafen, kalte Füße bekommen oder Kohldampf haben (…) [W]oher stammen diese Sprichwörter und was bedeuten sie? (…) Christoph Gutknecht beschäftigte sich mit der Herkunft des Sprichworts „bis in die Puppen“ und untersuchte sprachwissenschaftliche Theorien dazu. Seine Recherchen ergaben, dass der Ursprung in Berlin Ende des 18. Jahrhunderts zu finden ist. Mit Puppen sollen die Statuen auf dem großen Berliner Platz „Stern“ gemeint gewesen sein. Ein Spaziergang zum „großen Stern“ und den “Puppen- Statuen“ dauerte ewig, da der Platz weit außerhalb der Stadt lag. Diese Bedeutung passt zum heutigen Verständnis von „bis in die Puppen“ im Sinne von „einer langen Dauer“.“

http://journalismus.h-da.de/archiv/campusmagazin/SS2009/warum-tanzt-man-bis-in-die-puppen.html

„Die Worte haben im Laufe der Geschichte ihre Bedeutung verändert, so dass man ohne Kenntnis der Kulturgeschichte keine Ahnung hat, wovon da eigentlich die Rede ist (…).Gutknecht geht diesem Wandel der Sprache nach, reitet dabei aber nicht die populäre Welle der Spracherzieher Bastian Sick oder Wolf Schneider. Er zielt auf das Hintergründige von Wörtern wie Phrasen (…). Und während sich die (…) Ergebnisse präsentieren, gelingt es dem Redensarten-Rechercheur (…) seinem Leser ein Sick’sches Schmunzeln zu entlocken.“

www.ka-news.de, 25.Oktober 2008

„Wir Journalisten stöhnen gerade über die „Sauregurkenzeit“. Dabei wäre es „höchste Eisenbahn“ für ein paar interessante Nachrichten. Wie, Sie beharren darauf: „Mein Name ist Hase ich weiß von nichts“? Stopp: Woher kommen eigentlich all diese Wortschöpfungen und Floskeln? Autor Christoph Gutknecht sucht nach ihrer ursprünglichen Bedeutung und Herkunft und entdeckt teilweise Erstaunliches.

(…) Der geduldige, weiterblätterwillige Leser erfährt viel interessantes über Zitate aus Literatur, Geschichte und Gesellschaft, die wir ständig benutzen, deren Herkunft uns aber zumeist völlig unbekannt ist.“

Claus Dreckmann, August 2008, bunte.de

„(…) Auch dieses Buch von Gutknecht [ist] eine Fundgrube. Denn es gibt gerade im Deutschen zahlreiche Wörter, die man nur schwer etymologisch herleiten kann; die meisten haben im Laufe der Geschichte ihre Bedeutung verändert. Ohne entsprechende Kenntnisse der Kulturgeschichte kommt man kaum mehr darauf, wovon ursprünglich die Rede gewesen sein soll. Dieses Buch geht vor allem den Wandlungen der Sprache nach. Da gibt es amüsante, auf jeden Fall ausgefallene, aber auch „ärgerliche“, oft vor allem schlichtweg verrückte bis deftige Wortschöpfungen. (…) Und er belegt alles mit entsprechenden Zitationen, von 1864 bis zu aktuellen Sportberichten.

Wieder ein erfolgreiches Buch, das kann man jetzt schon voraussehen. Es möge nicht der letzte Streifzug des bekannten Linguistik-Professors durch die deutsche Kultur- und Sprachgeschichte sein.“

psychosoziale-gesundheit.net, Buchbesprechungen,  4. Juli 2008

“ (…) ein Buch in den Händen, das mit seinen skurrilen Erkenntnissen entzückt, und das jedem, der die deutsche Sprache nicht nur benutzen sondern auch beherrschen möchte, eine Menge Freude bereiten kann. Also, nutzen sie die „Sauregurkenzeit“ -Sie ist nichts anderes, als die Informationsflaute im Sommer bei Zeitung und Fernsehen- und viel Spaß bei Gutknechts Reise durch die deutschen Redewendungen.“

Jan Schneider, hr-online.de, 17. Juni 2008

„(Das) Werk (…) von inzwischen fünf Beck-Bändchen mit sprachlich (meistens) lockeren und, was Wissen und Bildung angeht, tiefgängigen  Geschichten zu deutsche Wörtern. (…) Nicht in Form eines Lexikons, sondern mit kleinen Wortgeschichten für Menschen, die Spaß an gesitteter Sprache haben und die gerne wissen, woher die ein oder andere Wendung kommt, die sie so selbstverständlich gebrauchen.

Christoph Gutknecht lehrte drei Jahrzehnte lang Anglistik in Hamburg; das Britische verpflichtet zu intellektueller Seriosität, verpackt in Lässigkeit, das Hanseatische gebietet diszipliniertes Arbeiten. (…) Christoph Gutknecht selber lesen!“

Klaus Pokatzky, Deutschlandradio, 23. April 2008

„Niemand drosch bislang wie Karl Kraus, der „Fackel“-Journalist, auf „Presshyänen“ und „Tintenstrolche“ ein. Nun geht der Linguist Christoph Gutknecht auf die Jagd. Sitzt auf seinem Hochsitz, die Lichtung fest im Blick. Was dem Floskeljäger herdenweise vor die Flinte läuft, sind grunzende Journalisten. (…)

So lehrreich die kleine Fibel ist, so wenig belehrend gibt sie sich. Der Linguist wühlt sich gut gelaunt durch unsere Alltagsphrasen, denen er erhellend ihre Ursprungsbedeutung entgegenstellt. Semantische Neuausrichtungen müsse man anerkennen, doch um den Ursprung seines Wortschatzes solle man wissen.

oju, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. April 2008

„Gutknecht ist es wieder gelungen, an konkreten Beispielen den Sprachwandel sichtbar zu machen und mit Esprit zu dokumentieren – und das auf höchst unterhaltsame Art und Weise. Linguistik muss keine trockene Wissenschaft sein.“

dpa, 3. April 2008

„Eine amüsante, geistreiche, aber dennoch seriöse Reise zu den Ursprüngen gewisser Ausdrücke. Kein Buch zum Blättern, sondern eines zum Lesen – mit spannenden Hintergrundgeschichten und Anekdoten zu Wörtern wie «verhunzen» oder zu Ausdrücken wie «Das Ei des Kolumbus».“

ra, The-Title.com, März 2008

„Dr. Christoph Gutknecht beschreibt in diesem kleinen Taschenbuch sehr unterhaltsam und informativ die Herkunft einiger Begriffe. Wir nutzen sie täglich, aber über den Ursprung wissen wir meist gar nichts. Sich mit der Etymologie von Begriffen, Redewendungen zu befassen, ist eine sehr anregende und spannende Sache. So ganz nebenbei erfährt man/frau viel über unsere kulturellen Wurzeln.

Sehr informativ, sehr gut recherchiert! Insbesondere auch die sehr zahlreichen kurzen Beleg-Zitate haben uns gut gefallen.“

Arrist Spieß, Wissens-Portal.de, 20. Februar 2008

„Der Autor geht in seiner Untersuchung „ver-rückter Wörter“ der deutschen Sprache auf den Grund, forscht nach der Entstehungsgeschichte der einzelnen Redewendungen und ihrem Bedeutungswandel, dem sie häufig im Laufe der Zeit unterlagen. Er tut das sehr gründlich und ausführlich, untermalt seine Ausführungen mit Zitaten aus der Literatur und illustriert sie teilweise mit passenden Bildern und Grafiken. Was dabei herauskommt, ist ein spannender, amüsanter Streifzug durch die Kultur- und Sprachgeschichte von einem Autor, der sich in diesem Bereich bestens auskennt. Wer sich für die deutsche Sprache und ihre Besonderheiten interessiert, wird Spaß an der Lektüre haben und Gewinn daraus ziehen.“

Armgard Dohmel, Kultura-Extra, 17. Februar 2008