Archiv für den Monat: März 2015

Wort des Monats März 2015: stickum stiekum

„stiekum“, „stickum“ entstammt dem Rotwelschen, wo es für „ruhig“, „leise“ stand. Es leitet sich vom westjiddischen „schtieke“ („ruhig“) her, das seinerseits auf das hebräische „schetikah“ („Schweigen“) zurückgeht.

Peter Honnen gibt in seinem Regionalwörterbuch des Rheinlands Kappes, Knies und Klüngel (2012) lebensechte Beispiele: »Dat hat der sich ganz stickum inne Tasche gesteckt. – Wat bisse so stickum – gehdet dir nich gut?«


(E?)(L?) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/21585

Vgl. Christoph Gutknecht: »Stieke und hintenrum: Vom hebräischen Schweigen zur deutschen Heimlichtuerei«, in: Jüdische Allgemeine, 70. Jg., Nr. 9 (vom 26.2.2015), S. 17.