Archiv für den Monat: Juli 2014

Wort des Monats Juli 2014: Bohei

 http://www.etymologie.info/%7Ee/_e/_e-wwdmon.html

Es gibt eine Vielzahl von Herleitungsversuchen für dieses Wort, das im Sinne von „Tamtam“, „Lärm“ und „Aufhebens“ gebraucht wird.

Übersehen werden häufig Hinweise auf jiddische beziehungsweise hebräische Ursprünge.
Werner Weinberg (Die Reste des Jüdischdeutschen, 1973) deutet auf die Losung »Spar dir die Hei und die Wow« im Sinne von »Rede nichts Unnützes, Überflüssiges«. Der Spruch spielt auf die hebräischen Lettern „He“, „Hej“ und „Wav“ an, die als sogenannte matres lectionis, also Lesehilfen, für die Vokale dienen, ohne selbst Informationswert zu besitzen.
Und Peter Honnen verweist in Alles Kokolores? (2009) auf das französische „brouhaha“ für „Lärm“, „Getöse“, „Stimmengewirr“, die verballhornte hebräische Wendung „baruch haba“ („Gesegnet sei, der da kommt“), die als Teufel verkleidete Geistliche in französischen Mysterienspielen brüllten. »Auf dem Wege ins Niederländische wurde aus „brouhaha“ schließlich „poehaai“ oder „boehaa“, die Urform unseres „Buhei“.«

(E?)(L?) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19556

Wort des Monats Juni 2014: Mammon

http://www.etymologie.info/~e/_e/_e-wwdmon.html
 
Schon in Bischof Wulfilas (311–383) frühester Übertragung des Neuen Testaments in eine germanische Sprache heißt es im Gotischen: »Ni manna mag twaim fraujam skalkinon; ni maguth guda skalkinon jah mammo-nin« (Kein Mensch kann zwei Herren dienen; Du kannst nicht Gott dienen und dem Mammon).

Aus der griechischen Form „mamonâs“ wurde in der lateinischen Vulgata „mammona“, „mamona“. Martin Luther ließ das Wort in seiner Bibelfassung (in Mt 6,24; Lk 16,9; 11 und 13) unübersetzt, wodurch es ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche gelangte.