Archiv für den Monat: Mai 2013

Wort des Monats Mai 2013: Goi, Goje, Goite, Schabbesgoi

http://www.etymologie.info/~e/_e/_e-wwdmon.html

Abraham Tendlau erläutert 1860 in seiner Sammlung Jüdische Sprichwörter und Redensarten den Ausdruck „Goi“ – in der femininen Form „Goje“ oder „Goite“: „Goi“, biblisch: „der Fremde“, „der Nichtjude“; später auch „der nicht streng religiöse Jude“.

Von einem Juden, der die Religionsgesetze verletzt, wird gesagt: »Er ist ein großer Goi«, also ein Ungläubiger, auch »Goi gomer« („vollkommener Heide“). Ein »jofener Goi« dagegen ist ein freundlicher, nicht antisemitischer Christ. Der „Schabbesgoi“ war traditionell der Nichtjude, der am Schabbat verbotene Arbeiten für Juden erledigte.

(E?)(L?) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15979/highlight/Gutknecht
Vgl. Christoph Gutknecht: »Von Schabbes- und Gewittergojim: Wenn Juden von Nichtjuden reden, ist das nicht abwertend gemeint«, in: Jüdische Allgemeine Nr. 21/13 (v. 23. Mai 2013), S. 17.